[Review] Sony Prestige-Kopfhörer MDR-1R: elegantes Design trifft kristallklaren Sound

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Sony umschreibt ihn als “Für den Sound von heute”, wir hatten den neuen Prestige-Kopfhörer MDR-1R im Test und teilen euch in diesem Artikel unsere Ergebnisse, ob alle Versprechen gehalten wurden und abschließende Bewertung mit.

Das Auspacken gestaltete sich sehr leicht: Folie entfernen, Karton aus der Umverpackung herausschieben und nach links aufklappen. Schon lächelt einen der in Stoff verpackte Bügel-Kopfhörer mit extravagantem Design an.

Die Farben schwarz und rot dominieren ganz klar die Stilrichtung, dazu mischt sich ein helleres grau an den Verbindungsstücken von Bügel und Ohrmuscheln. Obwohl zum Großteil Plastik eingesetzt wird, fühlt sich der nur etwa 240 Gramm leichte Kopfhörer dank genähtem, höhenverstellbarem Leder-Kopfband und druckentlastenden Polstern sehr wertig an. Die Kombination aus den eingesetzten Materialien ermöglicht ein angenehmes Tragen auch über mehrere Stunden hinweg.

Später mehr zu dem Kopfhörer, erst einmal gehen wir auf das Zubehör ein. Mitgeliefert werden Kurzanleitung, Transportbeutel sowie zwei je 1,2 Meter lange Line-In Kabel, eines davon mit von Apple-Kopfhörern bekannter Fernbedienung inklusive Mikrofon zum Steuern von Musik sowie Annehmen/Ablehnen von Anrufen. Beide Kabel können in einen Klinkenanschluss an der linken Ohrmuschel eingesteckt werden. Leider liegt dem Paket kein Adapter-Stecker für Stereo-Anlagen bzw. AV-Receiver bei, die beiden Kabel wären aber ohnehin viel zu kurz dafür.

Der Transportbeutel ist mit Samt ausgekleidet und bietet neben Platz für den Kopfhörer auch eine abgeschottete Tasche (ohne Reißverschluss) für Kabel und ähnliches Zubehör. Dadurch werden Kratzer wirksam vermieden.

Das Herzstück des MDR-1R bilden zwei mit flüssigkristallinem Polymer beschichtete 40mm-Membranen mit 4 Hertz bis 80 Kilohertz Ultrabreitband HD-Treibereinheiten. Damit kann der Kopfhörer auch höchstauflösende Musikstücke bzw. Dateien problemlos wiedergeben.

Entstanden ist er aus einer Kooperation von Sony-Ingenieuern mit der Sängerin und Song-Writerin Katy B, Dubstep Supergroup Magnetic Man und Chief Mastering Engineer Naweed Ahmed. Sie sind maßgeblich an der Funktion “Beat Response Control” beteiligt, welche dynamische Bassfrequenzen reproduziert und somit für einen satten Tieftonbereich sorgt.

Wie eingangs beschrieben, ist der Tragekomfort des MDR-1R seine größte Stärke. Sony achtet hier besonders auf Details, wie die geräuschlose Verstellbarkeit des Bügels. Dafür sind Silikonringe in den Gehäuseverbindungen eingesetzt, die jeglichen Lärm vermeiden. Und tatsächlich hört man so gut wie nichts, wenn man den Bügel an seine Kopfform anpasst. Da er außerdem um insgesamt zehn einzelne Stufe verstellbar ist, passt der MDR-1R auch dem größten Kopf (inklusive Mütze, beispielsweise im Winter).

Á propos anpassen: Der Kopfhörer ist so flexibel gebaut, dass er sich den Bewegungen des Kopfes anschmiegt. Die Ohrmuscheln sind in eine Richtung um mindestens 90 Grad drehbar und haben Spiel nach oben/unten, was zusätzlich den Vorteil bietet, den MDR-1R so kompakt wie möglich im Transportbeutel zu verstauen. Aufgrund seines geringen Gewichts lässt er sich überall hin mitnehmen.

Nicht nur beim Kopfhörer hat Sony Optimierungen vorgenommen: die Kabel weisen eine Riffelung auf, welche Verklebungen und Verknotungen wirksam verhindert. Damit hat Kabelsalat endgültig ein Ende. Zudem ist die Ummantelung an den Kabelenden etwas dicker, sodass sie auch bei ruckartigem Ziehen nicht sofort reißen.

Klang-Test

Nachdem nun alle Informationen über den MDR-1R zusammengetragen sind, kommen wir zum wohl interessantesten Teil dieses Reviews: Wie klingt der Kopfhörer?



Während man ihn auf hat, wird die Außenwelt schon um einiges abgeschirmt. Kommt dann noch Musik in voller Lautstärke hinzu, ist endgültig Schluss mit Fremdeinflüssen. Wenn man aber etwa auf dem iPhone den Regler nur zu 3/4 hochdreht, lässt sich der Verkehr – wenn er laut genug ist – noch wahrnehmen.

Wichtig ist in der Öffentlichkeit natürlich auch immer, in wie Fern man andere Leute stört. Hier ist ein Wert etwas über der Hälfte des Reglers auf dem iPhone angebracht. Dies kann aber selbstverständlich jeder für sich selber entscheiden.

Der Akustik-Test wurde – auch dank bereits vorhandenem Adapter-Stecker für den AV-Receiver – auf verschiedenen Geräten durchgeführt, von iPhone über iPad und MacBook Pro bis zum Pioneer VSX-520. Es ließen sich bei allen getesteten Quellen keine Unterschiede in der Klangqualität feststellen.

Als Referenz dienten vornehmlich .flac- (verlustfrei), .mp3- (320 KB/s) und .aac-Dateien. Es war wirklich unglaublich, wie außerordentlich detailreich und kristallklar die Sound-Kulisse erzeugt wurde. Es kommt dem Hörer wie Raumklang vor, wenn die Beschallung – wie bei einem Stereo-System – mittig und seitlich im Kollektiv erfolgt.

Rock-Hymen, wie AC/DC – Hells Bells oder Highway to Hell sowie Linkin Park bildete der MDR-1R die Arrangements einwandfrei ab, Bass-Fanatiker kommen hier – wie bereits erwähnt – nicht voll auf ihre Kosten, trotz der Tatsache, dass Sony diesen Fakt bewirbt.

Etwas ruhigere Töne von Lana Del Rey und Adele. Diese führten zu mehreren Gänsehautmomenten, da der Kopfhörer den Mitteltonbereich einwandfrei und mit einem breiten Klangspektrum darstellt.

Stimmen gibt der MDR-1R nach meinem (subjektiven) Empfinden etwas zu hoch wieder, vergleicht man die Ausgabe mit der eines hochwertigen 5.1-Lautsprechersystems. Bei tiefen Bässen wäre noch ein wenig mehr “Wumms” wünschenswert.

Fazit:

Es gibt eigentlich nur lobende Worte für den Sony MDR-1R Prestige-Kopfhörer. Er macht seinem Namen alle Ehre, da elegantes Design auf kristallklaren Sound trifft. Der erzeugte Raumklangeffekt fühlt sich unbeschreiblich echt an und bestätigt den Gesamteindruck, dass es sich hierbei nicht um einen Standard 0-8-15-Kopfhörer handelt.

Man merkt an der Verarbeitung, den Gimmicks (z.B. geräuscharme Bügelverstellbarkeit) und nicht zuletzt an der Qualität der Wiedergabe, wie ein großes Team daran gearbeitet und den MDR-1R zu einem ganz besonderen Kopfhörer gemacht hat. Lediglich Fans von dröhnendem Bass könnten etwas enttäuscht sein.

Es gibt drei verschiedene Modelle der MDR-1 Reihe. Sony veranschlagt für den MDR-1R eine UVP von 249 Euro. Für 100 Euro mehr lässt sich kabellose Bluetooth-Variante (MDR-1RBT) erwerben. Das Top-Modell hat eine UVP von 399 Euro und bietet zusätzlich aktive Geräuschunterdrückung. Als alternative Farbe zu schwarz-rot steht auch braun-silber zur Verfügung.

Bei Amazon ist der MDR-1R aktuell ab 203 Euro käuflich zu erwerben[ ]

Danke an populis und Sony für die Zusendung des Testgerätes!

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