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Wie schnell ist mein Internet-Anschluss wirklich? Speedtest machen!

Speedtest (Bildquelle: Speedtest.net)

Zahlreiche Internet-Anschlüsse sind in Wirklichkeit deutlich langsamer als der Anbieter verspricht, teilweise werden nicht einmal 50 Prozent der gebuchten Bandbreite erreicht. Warum Online-Speedtests nicht immer das Allheilmittel sind versuchen wir in diesem Artikel zu erörtern.

Oft werden Speedtests gemacht, um die wahre Bandbreite zu ermitteln. Allerdings sollte man die gemessenen Werte immer mit Vorsicht genießen, sie können sich mit der zweiten Messung bereits drastisch unterscheiden. Dies kommt vor allem dadurch, dass die Server der Speedtests meist gar nicht so schnell sind wie die hauseigene Leitung oder zu der Zeit der Messung stark frequentiert sind, wodurch die Werte schnell verfälscht werden können. Eine weitere Fehlerquelle ist es, den Speedtest nebenbei über WLAN laufen zu lassen. Bestimmte Prozesse auf dem Computer (z.B. Windows Updates) oder Streams (YouTube, Netflix) benötigen einen Teil der Bandbreite, die für den Speedtest nicht mehr zur Verfügung steht. Bei einer kabellosen Internetverbindung kommt dazu, dass sich Störquellen zwischen Router und Zielgerät befinden können.

Um besser zu verstehen wie Speedtests funktionieren, muss man die jeweiligen Stationen betrachten. Da wäre einmal der Server des Anbieters, die DNS-Server dazwischen, die Vermittlungsstelle, der eigene Router und schließlich das Endgerät, auf dem der Speedtest läuft. In allen diesen Stationen kann es zu Problemen kommen, die die angezeigte Bandbreite im Test verringern. Oftmals machen auch die Netzwerkeinstellungen Probleme, Stichworte hierzu sind MTU-Wert, DNS-Server und Proxy. Des Weiteren könnten andere Betriebssysteme oder Browser jeweils andere Ergebnisse produzieren.

Wie Speedtest nutzen?

Im Großen und Ganzen sind Speedtests eine gute Möglichkeit, sich einen Richtwert von der eigenen Internetgeschwindigkeit zu verschaffen. Wenn man einen möglichst genauen Richtwert erhalten will, sollte man folgende Tipps beachten:

  • LAN-Verbindung statt WLAN (weniger Störquellen wenn der Computer über Kabel mit dem Router verbunden ist)
  • alle anderen Geräte im Heimnetzwerk vom Internet bzw. Router trennen (auch vermeintlich ausgeschaltete Geräte können die Internetverbindung belasten)
  • das Testsystem sollte möglichst aktuell sein und lediglich ein Browser-Fenster sollte mit einem Tab für den Speedtest geöffnet sein
  • jegliche Antivirus-Programme sollten für den Test kurz ausgeschaltet werden, sie können die Ergebnisse verfälschen

Welche Tests sind gut?

Die eigene Internet Geschwindigkeit lässt sich mit dem Test von A1 sehr gut messen. Ebenso gut ist der Test der Bundesnetzagentur oder von Speedtest.net. Wichtig ist es bei Speedtests, zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Tagen zu messen um Probleme außerhalb des eigenen Netzwerks ausschließen zu können. Misst man beispielsweise eine Woche lang die Geschwindigkeit mit oben beschriebenen Vorkehrungen und bewegt sich diese immer um einen bestimmten Wert herum, kann man die Ergebnisse mit deutlich höherer Sicherheit verwenden als wenn man nur einmal misst.

 

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