Tellerrand

Wie viel Startkapital benötigen Daytrader wirklich?

Wer als Normalverbraucher heutzutage sein Geld anlegen möchte, hat es nicht leicht. Denn bei vielen Investmentfonds oder Finanzbrokern werden hohe Mindesteinlagen gefordert, um überhaupt investieren zu können. Und dort, wo keine solchen Beschränkungen existieren, machen hohe Transaktionskosten den Gewinn bei kleineren Geschäften schnell wieder zunichte. Wieder andere Anlagemöglichkeiten setzen kein großes Startkapital voraus, werfen aber kaum Rendite ab. Kleinanleger befinden sich dadurch in einer Zwickmühle. Wenn sie ihr Geld ansparen, bis sie ein gewisses Limit erreicht haben, entgeht ihnen während dieser Zeit nicht nur die mögliche Rendite. Aufgrund der niedrigen Zinsen in der Eurozone verlieren sie auch Geld durch die Inflation. Aus diesem Grund erscheint vielen Kleinanlegern der Tageshandel mit Assets wie Forex, Krypto oder Terminkontrakten attraktiv. Wie viel Geld mindestens nötig ist, um in den Handel einzusteigen, und ab welcher Höhe es sich wirklich lohnt, wird hier erklärt.

Das sind die Mindestbeträge

Der geringste Betrag, mit dem der Einstieg in den Tageshandel möglich ist, wird vom Broker festgelegt. Er ist daher von Anbieter zu Anbieter verschieden, liegt aber in der Regel im dreistelligen Bereich. Die offizielle Bitcoin era Software verlangt zum Beispiel eine Mindesteinzahlung von 250 US-Dollar, was umgerechnet rund 214 Euro entspricht. Auf der Plattform können sowohl Kryptowährungen als auch Forex gehandelt werden. Es ist daher auch für Kleinanleger kein Problem, ein Daytrading-Konto zu eröffnen. Allerdings hängt die Höhe der möglichen Gewinne natürlich auch von der Summe ab, die für den Handel zur Verfügung stehen. Die optimale Summe für den Einstieg sind 250 US-Dollar also mit Sicherheit nicht.

Gebühren und Transaktionskosten

Das liegt vor allem daran, dass für jede Transaktion an den Finanzmärkten Kosten fällig werden. Beim Daytrading sind es vor allem die Gebühren der Broker, die den Austausch zwischen verschiedenen Marktteilnehmern vermitteln, die ins Gewicht fallen. Meist wird ein Fixbetrag pro Transaktion fällig, was dazu führt, dass Transaktionen mit geringem Wert tendenziell benachteiligt sind. Denn beim Daytrading bewegen sich die Gewinne bei einer Transaktion häufig im Bereich weniger Prozent. Es kann daher schnell vorkommen, dass die Transaktionsgebühren höher ausfallen als der durchschnittliche Gewinn. Eine Ausnahme von dieser Regel stellen Kryptowährungen dar, wo die Gebühren in der Regel einen Prozentsatz der Transaktionssumme darstellen. Allerdings fallen hier häufig Fixkosten bei der Ein- oder Auszahlung an. Diese müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Was ist das ideale Startkapital

Die Höhe des idealen Startkapitals ist natürlich auch von den Ersparnissen des Anlegers abhängig. In der Regel ist es zu empfehlen, nur einen Teil des Vermögens in den Tageshandel zu investieren und zur Risikostreuung auch andere Anlagemöglichkeiten zu nutzen. Wer zunächst nur Erfahrungen sammeln möchte, für den ist ein Betrag im unteren dreistelligen Bereich unter Umständen auch für den Start geeignet. Wer hingegen nach Abzug aller Kosten und Gebühren einen Gewinn erzielen möchte, sollte auf ein Startkapital von 1.000 Euro oder mehr abzielen. Erfahrene Trader bevorzugen in der Regel sogar ein Kapital im fünfstelligen Bereich, da auf diese Weise höhere Gewinne möglich sind. Allerdings sollte dabei immer berücksichtigt werden, dass auch hohe Verluste entstehen können. Ein wenig Vorsicht kann daher zum Einstieg nicht schaden.

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