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mSpy: iPhone Spionage mit NSA-Feeling

Die App mSpy ist die Allround-Lösung für Hobbyspione, welche im großen Stil ihre Bekannten überwachen wollen – so verspricht es jedenfalls der Hersteller. Das Spektrum an Funktionen reicht von Anrufprotokollen bis zur wanzenartigen Aufzeichnung von Umgebungsgeräuschen. Hier dürfte sicher kein Wunsch offen bleiben. 

Der erste Gedanke bei solch einer App ist natürlich, wie Apple sie in den App Store zulassen konnte. Die Antwort lautet: es gibt sie nicht im offiziellen App Store. Man benötigt zwingend einen Jailbreak zur Installation von mspy für iPhone auf iOS-Geräten. Aus diesem Grund werden übrigens auch iOS 7.1 und iOS 7.1.1 von mSpy noch nicht unterstützt. Bei Android-Geräten und allen anderen Plattformen sieht es schon besser aus, hier gibt es keine derartigen Beschränkungen.

Warum braucht man einen Jailbreak?

mSpy arbeitet in einem unsichtbaren Modus auf dem Zielgerät, sodass der Anwender selber von der installierten Software nichts merkt. Genau dank diesem Modus ist es möglich, die Kontrolle über das Gerät zu übernehmen – ähnlich einem Trojaner. Als Beispiel lassen sich eingehende und ausgehende Anrufe, SMS, MMS, E-Mails, Internetverbindungen oder Chats verfolgen. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, auf WhatsApp-Nachrichten, Kalender-Einträge, Fotos, Kontakte und sogar Standorte zuzugreifen. Alles wird schließlich an den Online-Account des Überwachers geschickt.

Dass Apple diesen umfassenden Zugriff auf das Gerät ohne Erlaubnis nicht genehmigt, liegt auf der Hand. Alle Apps laufen normalerweise in einer sogenannten „Sandbox“, aus welcher sie nicht ausbrechen können. Genau hier kommt der Jailbreak ins Spiel, welcher die Sandbox umgeht und installierte Apps bei Bedarf mehr Rechte erhalten – auch mSpy.

Kosten

Bei der Armada an Funktionen geht es leider nicht ohne einen monatlichen Unkostenbeitrag. Dieser beträgt im Basis-Abo 29,99 Euro im Monat, wobei hier nicht alle Funktionen enthalten sind. Man muss beispielsweise auf WhatsApp-Logging oder die Aufzeichnung der Umgebung verzichten. Dies erhält man erst im Premium-Abo für 49,99 im Monat. Für Unternehmen bietet mSpy zusätzlich einen Business-Tarif, auf den wir hier nicht weiter eingehen.

Es gibt eine 10-tägige Geld-Zurück Garantie, solltet ihr mit dem Dienst nicht zufrieden sein. Damit ist unverbindliches Testen problemlos möglich.

Fazit

mSpy bietet umfassende Überwachung von Personen, auch im großen Stil als Unternehmer. Das Tool arbeitet verdeckt, womit es sich gleichzeitig auch mit deutschem Recht überschneidet. Hierzulande muss man ausdrücklich eine Erlaubnis der zu überwachenden Person einholen, ansonsten handelt man gesetzeswidrig. 

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  • Danke für Ihren Artikel. Ich möchte demnächst mir mSpy bestellen. Allerdings habe ich für Sie ein paar Fragen. In diesem Artikel steht, dass die Installation oder sogar Ferninstallation von mSpy auf das Zielhandy auch ohne Jailbreak funktioniert. Stimmt das?Sie schreiben auch, dass man erst eine Erlaubnis der überwachenden Person einholen muss, bevor man die App auf sein Smartphone installiert. Das betrifft aber sicher nicht die minderjährigen Kinder oder eigene Lebenspartner, oder? Danke im voraus.

  • Die Kids von heute wollen die neueste Technik ihr eigen nennen und streben nach dem letzte Schrei eines nagelneuen Smartphones. Dadurch ergeben sich auch völlig neue Kommunikationsmöglichkeiten für die Kids, die auch gerne missbraucht werden können. Alles kann man auch nicht überwachen und so verlassen sich die vielen Eltern wahrscheinlich auf den Sohn und die Tochter, jenachdem wie diese erzogen worden sind.