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[Review] Kabelloser Fitbit-Ultra-Tracker

FitBit Ultra-Tracker im Review

Ich durfte für euch den Ultra-Tracker von FitBit.com testen.

Das Gadget der Firma FitBit analysiert die täglichen Aktivitäten des Nutzers. Dabei werden die zurückgelegten Schritte, Stockwerke, Kilometer und verbrannte Kalorien gemessen. Auch seinen Schlaf kann man mit dem Ultra-Tracker überprüfen.

Außerdem lassen sich online auf dem FitBit-Portal zusätzlich die Ernährung, Wasserzufuhr, einzelne Aktivitäten, das Gewicht, der Herzschlag, der Blutdruck und der Blutzucker aufzeichnen. Als Bonus gibt es ein Tagebuch, in das man seine Stimmung, Allergien und weitere Notizen eintragen kann.

Die Verpackung des Ultra-Tracker sieht ansprechend aus und lässt sich ganz leicht öffnen. Das Gerät selber ist in einen Hartplastikrahmen eingebettet und mit Plastikhaken befestigt. Im unteren Teil des Kartons befindet sich das Zubehör.

Mitgeliefert sind (neben dem Ultra-Tracker selber): eine Docking-Station mit USB-Kabel für den Ultra-Tracker, die gleichzeitig das Ladegerät ist und die Daten mit FitBit.com synchronisiert, eine viereckige Plastik-Halterung die die Docking-Station standfest macht, ein Gürtelclip um den Ultra-Tracker überall an der Kleidung anbringen zu können und ein Armband mit Befestigungsmöglichkeit für den Ultra-Tracker welches man in der Nacht verwendet um den Schlaf zu messen.

Der FitBit Ultra-Tracker ist so winzig wie ein Standard-Schrittzähler, kann aber viel mehr als dieser. Das Gerät ist wie ein Clip geformt und kann dadurch überall an der Kleidung befestigt werden. Alternativ nutzt man die Armbinde, um den Tracker am Körper anzubringen.

Es gibt ihn in den Farben Blau und Pflaume. Die Verarbeitung ist perfekt, dies fiel direkt nach dem Auspacken auf. Die Ecken des Ultra-Tracker sind abgerundet und die Nähte der Armbinde exakt und schnurgerade. Das Design ist schlicht gehalten, Akzente werden mit den unterschiedlichen Farben des inneren Gehäuses gesetzt.

Der Ultra-Tracker misst 5,5cm in der Höhe, 19,5cm in der Dicke und ist 1,4cm tief. Er wiegt ultraleichte 11 Gramm und enthält ein 0,25 Zoll OLED-Display mit organischer Leuchtdiode. Es gibt genau einen Knopf, mit dem man die unterschiedlichen Modi aufrufen kann. Diese sind Schritte, Strecke, Bewältigte Stockwerke, Verbrannte Kalorien, Blume (Aktivitätslevel) und Uhr. Hält man den Knopf gedrückt, wird die Stoppuhr aufgerufen und setzt alle Werte für die gestoppte Zeit zurück. Um dies alles zu messen, greift der Ultra-Tracker auf den eingebauten Beschleunigungs- und Höhenmesser zu.

Der interne Speicher reicht für sieben Tage, in denen er minutengetreue Daten liefert. Bis zu 30 Tage lassen sich nicht minutengetreue Tagesgesamtwerte speichern. Man resettet den Speicher mit regelmäßigen Synchronisationen, sodass immer minutengetreue Daten zur Verfügung stehen.

Der Akku hält bis zu sieben Tage. Dies kann ich bestätigen. Den Akkuladezustand kann man durch Aufstecken des Ultra-Tracker auf die Docking-Station überprüfen.

Um seine Daten mit dem Ultra-Tracker aufzuzeichnen, muss man, wie auf der Verpackung angegeben, die Seite http://www.fitbit.com/start aufrufen. Dort die Software herunterladen und installieren, damit die Daten automatisch über die Docking-Station ins Internet übertragen werden können. Dies funktioniert kabellos, wenn der Tracker sich im Umkreis von 5 Metern zu einer Docking-Station befindet und nicht stark bewegt wird. Leider hat die kabellose Übertragung in meinem Test nicht funktioniert.

Nach Installation der Software kann man sich online auf FitBit.com mit seiner E-Mail-Adresse und seinem Passwort einloggen. Im Dashboard erhält man einen Überblick über die Aktivitäten am Tag der Synchronisation. Es wird einem jede Woche eine E-Mail zugesendet, in der alle Aktivitäten der Woche zusammengefasst sind.

Sehr schön finde ich, dass man Ziele festlegen kann. Wie viel Fortschritt man bereits erreicht hat, wird durch einen roten Balken visualisiert. Als Motivation erhält man Aktivitätsindizes. Diese werden in Form einer wachsenden Blume auf dem Ultra-Tracker angezeigt. Je mehr Aktivitätsindizes erreicht worden sind, desto größer wird die Blume.

Eine weitere Motivation sind die Abzeichen. Ich habe zum Beispiel für 5000 Schritte ein Abzeichen bekommen, worüber ich auch per E-Mail informiert wurde. Für 10 Stockwerke gab es ebenfalls ein Abzeichen und dazu den Vergleich, den höchsten Legoturm bewältigt zu haben.

Bei den Kalorien ist der Tracker sehr optimistisch. Wenn man aber die Zeit und Geschwindigkeit bzw. zurückgelegte Strecke für eine bestimmte Aktivität definiert, erhält man genaue Angaben. Zum Beispiel bin ich 1 Stunde Fahrrad gefahren mit einer ungefähren Geschwindigkeit von 18 km/h und bin um 13:00 Uhr gestartet. Die berechneten, verbrauchten Kalorien betrugen 273.

Man kann die gesamte Aktivität an einem Tag zudem in einem Kreisdiagramm betrachten. Dieses listet auf, wie lange man gesessen hat, leicht aktiv war, relativ aktiv war und sehr aktiv war.

Die verbrannten Kalorien kann man in einem Balkendiagramm minutengenau nachsehen. Auch für gegangene Schritte und Stockwerke existiert solch ein Diagramm. Der Schlaf wird in diesem Diagramm nicht mit eingerechnet, denn dafür gibt es einen seperaten Menüpunkt.

Wenn man den Ultra-Tracker nachts per Armbinde anlegt, kann man am nächsten Morgen seinen Schlaf analysieren. Angezeigt wird, wann man schlafen gegangen ist, wann man eingeschlafen ist, wie oft man aufgewacht ist, wie viele Stunden man im Bett verbracht hat und die Schlafeffizienz in Prozent. Der Schlaf wird aber nicht automatisch eingespeichert, man muss manuell angeben wann man zu Bett gegangen ist und wann man aufgewacht ist.

Weiterhin kann man auch seine Ernährung analysieren. Dies funktioniert logischerweise nicht über den Ultra-Tracker. Aktuell sind jedoch nur amerikanische Lebensmittel in der Datenbank, deutsche Lebensmittel folgen laut den Angaben von FitBit in Kürze.

Damit man täglich genügend Wasser trinkt, lassen sich getrunkene Gläser oder Milliliter Wasser ebenfalls eintragen. Dies wird durch ein sich virtuell füllendes Glas visualisiert.

Das Gewicht und der Fettanteil daran lassen sich über die seperat erhältliche Aria-Personenwaage von FitBit messen. Dann wird berechnet, wie viele Kalorien man pro Tag zu sich nehmen darf, um seinem Wunschgewicht näher zu kommen.

Als Premium-Dienst bietet FitBit dem Nutzer einen Trainer, Vergleiche mit Freunden und viel mehr. Man kann alles von einem Tag bis zu einer Woche testen. Auch ohne Premium kann man den Ultra-Tracker aber ebenso gut nutzen, man muss es sich nicht holen.

Man kann seine Daten per Facebook oder Twitter teilen und auch Konkurrenzprodukte z.B. von Withings oder Nike+ synchronisieren. Der Ultra-Tracker ist auch kompatibel zu anderen beliebten Ernährungs- und Fitnessprogrammen, wie LoseIt!, RunKeeper und Microsoft HealthVault.

Den FitBit Ultra-Tracker kann man jederzeit überall hin mitnehmen, denn er stört nicht und lässt sich unauffällig irgendwo am Körper oder an der Kleidung befestigen. Auch im Schlaf stört die Armbinde keineswegs, denn sie schmiegt sich sanft an das Handgelenk an.

Nicht geeignet ist der Ultra-Tracker für Sportarten, die mit Wasser zu tun haben. Er ist nicht wasserdicht. Man sollte ihn also gut vor Feuchtigkeit schützen. Aufladen kann man den Ultra-Tracker außerdem nur per USB, ein Kabel für die Steckdose wird nicht mitgeliefert. Möglicherweise könnte ein USB-Ladegerät aushelfen.

Fazit:

Der FitBit Ultra-Tracker ist für Hochleistungssportler und gelegentliche Sportler geeignet. Besonders für Nutzer, die eher weniger Sport treiben bietet er viele Anregungen und Motivationen. Wenn man den Tracker nach längerer Ruhezeit in die Hand nimmt, zeigt er z.B. “GEHN WIR” an.

Durch die zahlreichen Diagramme kann man genau sehen, wie viel Sport man an einem Tag bereits getrieben hat und ob man sein Ziel schon erreicht hat. Es wird einem vor Augen geführt, ob man eher ein sportlicher oder gar ein sehr unsportlicher Typ ist, wobei man dies durch Aktivitäten ändern kann. Die Blume auf dem Tracker, die Abzeichen und Erfolge tragen dazu bei.

Der Optimismus des Gerätes, einige verbrannte Kalorien zu viel zu berechnen, ist mehr ein Feature als ein Bug und dient als zusätzlich als Motivation. Auf jeden Fall bekommt das Produkt von mir eine klare Kaufempfehlung. Die wenigen negativen Punkte fallen nicht so stark ins Gewicht wie die Pro-Argumente, welche damit überwiegen.

In Deutschland bekommt man den FitBit Ultra-Tracker zum Preis von 99,95 € auf FitBit.com.

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