Apple, iPhone

Gleich zweifache Produkteinführung bei Apple im September?

Während die alljährlich im September stattfindende Veranstaltung anlässlich der neuesten Apple-Produktveröffentlichung näher rückt, verdichten sich die Gerüchte um eine bisher nie da gewesene Einführung von gleich zwei neuen iPhones auf einmal. 

Man geht davon aus, dass das neue iPhone 5S am 10. September vorgestellt und dann ab dem 20. September im Handel erhältlich sein wird. Das neueste Modell soll dem iPhone 5 sehr ähnlich sein, sowohl was das Aussehen, als auch seine technischen Fähigkeiten angeht. Allerdings verfügt es über einen schnelleren Prozessor, eine hochauflösendere Kamera und übertrifft die Datenübertragungsgeschwindigkeit der 3G-basierten Smartphones etwa um das Zehnfache.

Das iPhone 5S wird sehnlichst erwartet, seit Anfang April Gerüchte durchsickerten, dass die Produktion bereits begonnen hätte. Was jedoch viel mehr überrascht, ist die Tatsache, dass Apple angeblich plant, im gleichen Monat noch ein zweites Smartphone vorzustellen. Das als iPhone Mini geführte Gerät könnte bereits am 27. September angekündigt werden. Beide Geräte sollen mit dem neuesten Apple Betriebssystem iOS 7 ausgestattet sein, welches letzten Monat gelauncht wurde.

Das neue, günstigere Gerät könnte aus Plastik gefertigt sein, um die Kosten niedrig zu halten und wird höchstwahrscheinlich in verschiedenen Farben, wie z.B. Weiß, Schwarz, Pink und Blau erhältlich sein. Dies wäre ein entscheidender Richtungswechsel für Apple. Bisher hat das Unternehmen nie eine günstigere, limitierte Auflage des iPhones angeboten und das, obwohl preiswerte Smartphones wie das Google Nexus 4 oder das HTC Droid Incredible schon länger an Popularität gewinnen.

Die Produktion eines deutlich günstigeren iPhones birgt das Risiko, dass die Verkaufszahlen der teureren Modelle zurückgehen könnten. Der Smartphone-Markt diversifiziert sich jedoch dahin gehend, dass immer mehr Kunden hochwertige Geräten zu einem günstigen Preis nachfragen. Besonders Technologieunternehmen, die für eine signifikante weltweite Zunahme an IT-Stellen sorgen, wollen ihre Mitarbeiter mit Smartphones ausstatten, die diesen Kriterien entsprechen. Die bevorstehende Veröffentlichung eines günstigeren iPhones könnte sehr wohl diese Art von Kunden für Apple gewinnen.

Laut Brian White, Analyst bei Topeka Capital Markets, könnte das iPhone Mini aus Plastik gefertigt sein und gerade mal 65 Euro kosten. Andere Quellen berichten jedoch, dass ein höherer Preis um die 300 Euro und damit eher im Bereich des iPhone 4 realistischer sei. Das aktuelle iPhone 5 besteht aus Glas und eloxiertem Aluminium, den gleichen Materialien, aus denen auch die Apple Laptops gefertigt werden. Das iPhone 5 ist dadurch ein sehr stabiles und widerstandsfähiges Gerät. Gleichzeitig treibt jedoch die Verwendung teurer Materialien die Produktionskosten in die Höhe.

Die Frage ist nur, ob Apple mit der Einführung eines billigeren, weniger leistungsfähigen und nicht ganz so verlässlichen Produkts eine Entwertung der Marke iPhone riskiert. Auf der anderen Seite könnte es gut sein, dass Apple dieses Risiko gerne in Kauf nimmt, um mit Anbietern wie Samsung oder HTC auf dem Smartphone-Billigmarkt konkurrieren zu können.

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