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Kreativ-Transfer unterstützt kleine Spiele-Studios

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Kreativ-Transfer ist ein Förderprogramm, das Künstler, Vertreter aus der Bildenden Kunst und auch Spieleentwickler fördert. Besonders für Start-ups ist aller Anfang schwer, denn um bekannt zu werden, muss man investieren, zum Beispiel, um einen Stand auf internationalen Messen aufzubauen, um dort erste Kontakte zu knüpfen.

Allein die Reise- und Hotelkosten sind für einige junge Unternehmen nicht tragbar. Doch Kontakte zu potenziellen Käufern und Förderern werden unter anderem auf Veranstaltungen wie der Gamescom und der Devcom geknüpft. Doch dafür muss man mitunter tief in die Tasche greifen. Die Betreiber vom Casino online Vulcan oder anderen mittlerweile erfolgreichen Plattformen werden sich bestimmt noch an die harten Zeiten erinnern, als das Unternehmen noch in seinen Anfängen steckte.

Wie werden junge Studios unterstützt?

Um ihnen den Einstieg zu erleichtern, bietet Kreativ-Transfer jungen Unternehmen spezielle Förderungen an. So wird es ihnen ermöglicht, Veranstaltungen in Deutschland oder Europa zu besuchen, um dort ihre Produkte zu bewerben. Kreativ-Transfer bezuschusst die Kosten mit bis zu 70 % bis maximal 1.000 Euro. Wenn es sich um Reisen außerhalb Europas handelt, können sogar bis zu 2.000 Euro beantragt werden.

Berechtigt sind alle Unternehmen, die nachweislich die Kosten nicht selbst tragen können, um sich zum Beispiel auf einer großen Messe zu präsentieren. Informationen können Interessierte entweder direkt bei Kreativ-Transfer oder bei game – Verband der deutschen Games-Branche erhalten.

Corona zum Trotz: Das Förderprogramm geht weiter

2020 war ein schwieriges Jahr für viele Branchen. Auch an den Spieleentwicklern ging die Krise nicht spurlos vorbei, denn zahlreiche Unternehmen konnten die Chance, ihre Spiele der Community vorzustellen, nicht nutzen. Das Problem war, dass die Messen letztes Jahr ausgefallen sind. So war es schwer, den jungen Entwicklern einen erfolgreichen Einstieg zu ermöglichen. Doch auch dafür gibt es Lösungen. So wurde bereits im letzten Jahr der Schwerpunkt auf digitale Events gelegt. Auf diese Weise konnten die Kreativen ihre Spiele doch noch der Community präsentieren.

Doch auch hier bestand Bedarf an Förderung. Zwar mussten die Entwickler nicht auf Messen fahren und dort einen Stand mieten, aber für eine gute Online Präsenz ist eine entsprechende Ausstattung notwendig, zum Beispiel Kameras, um ein Spiel zu streamen. Zudem waren auch die meisten Online Events für Publisher kostenpflichtig. Daher hat die Jury, bestehend aus Prof. Björn Bartholdy von Cologne Game Lab, Valentina Birke von SuperCrowd Entertainment, PLAY Creative Gaming Festival und Thorsten Hamdorf, Leiter Marketing, Marktforschung Services beim Branchenverband Game, von Kreativ-Transfer auch in diesem Jahr Studios ausgewählt, die eine Förderung erhalten sollen. Mit dabei sind unter anderem Studios aus Berlin, Hamburg, Berlin und Essen.

Hamdorf sagte, dass es vor allem für kleine Entwickler schwer sei, denn derzeit fielen Branchen-Events aus oder fänden nur online statt. Unter normalen Umständen würden dort wichtige Kontakte geknüpft, ohne die viele Projekte nicht umgesetzt werden könnten. Daher sei die Unterstützung durch Kreativ-Transfer gerade in dieser Zeit umso wichtiger.

Der deutsche Spielemarkt ist eine gute Investition

Deutschland gehört weltweit zu den wichtigsten Märkten für PC- und Videospiele. Dort werden nicht nur die höchsten Umsätze mit Spielen und Hardware erzielt. Das Land ist wirtschaftlich auch aufgrund seiner geografischen Lage für Investoren von Interesse. Deutschland liegt mitten in Europa und besitzt neben einer hervorragenden Infrastruktur auch einen regen Austausch mit den anderen Ländern der Europäischen Union. Das sind immerhin eine halbe Milliarde Menschen, von denen zahlreiche auch potenzielle Kunden der Gaming Branche sind.

Doch nicht nur der Standort ist interessant. Vielmehr sollte man beachten, dass die Gaming Community sich überaus schnell entwickelt und sehr aufgeschlossen Neuem gegenüber ist. Im Vergleich zum Weltmarkt spielt Deutschland ganz oben mit. Zahlreiche Spiele aus deutschen Studios zählen heute zu den beliebtesten Games. Dazu gehören unter anderem Hunt: Showdown, A Year of Rain, Shadow Tactics, Dreadnoughts und The Surge. Einige deutsche Entwickler gehören heute zu den internationalen Playern, etwa Ubisoft und Epic Games, um nur zwei zu nennen.

Die German Games Industry Association konnte 2019 Förderprogramme für insgesamt 50 Millionen Euro locker machen. Das Geld kam 520 jungen Unternehmen zugute, die im Marketing und der Entwicklung von Spielen aktiv sind. Schätzungsweise arbeiten mehr als 11.000 Menschen in diesen Betrieben.

Doch das ist noch längst nicht alles. Deutschland ist auch im E-Sport-Segment immer erfolgreicher. Einige der bedeutendsten Turniere wie die ESL One werden in Deutschland ausgetragen. Darüber hinaus wird die weltgrößte Gaming Messe, die Gamescom, in Deutschland veranstaltet. Dort werden den rund 400.000 Besuchern die neuesten Produktionen noch vor ihrer Veröffentlichung vorgestellt.

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