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Ölpreis steigt – Benzinpreise auch: Was bedeutet das fürs Investment?

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Während die Benzinpreise auf dem Höhepunkt der Corona-Krise noch im Rahmen des Systemcrashs stark abgesackt sind, steigen sie – genau wie die Aktienkurse – in den vergangenen Monaten immer weiter. Im März 2020 gab es auf den Straßen kaum Verkehr, die Wirtschaft wurde schwer getroffen. Mittlerweile setzte fast in allen Lebensbereichen eine starke Erholung ein – und die Rohstoffpreise stiegen. Wie es nun aussieht, dürfte sich die Teuerung beim Ölpreis weiter steigern.

Die OPEC+ Mitgliedsstatten hatten am letzten Donnerstag über die Fördermenge im August beraten und die Beratungen auf den kommenden Montag vertagt. Erwartet wurde die Ausweitung der Förderung um mindestens eine halbe Million Barrel täglich. Aktuell fehlen etwa eine Millionen Barrel täglich, da die Wirtschaft wieder hochfährt und überall Kraftstoffe gebraucht werden. Bleibt es weiter in diesem Zustand, könnten bald gar zwei Millionen Barrel nötig sein.

Ganz pessimistische Schätzungen gehen in den nächsten Monaten von einem Defizit von gar fünf Millionen Barrel pro Tag – dann dürfte es nicht mehr lange dauern, bis der oil profit in neue Höhen klettert. Beträge von 100 Dollar und mehr wären dann die Folge – von aktuell um die 70 Dollar. Was das für die Benzinpreise an der Zapfsäule heißen würde, kann man sich ebenso denken.

Öl ist ein Klimakiller

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen und nachhaltigen Alternativen zu Rohstoffen wie Öl, geraten auch die Ölkonzerne immer stärker unter Druck. Der CO2-Ausstoß muss verringert werden, gleichzeitig muss aber die gleiche Menge wie zuvor gefördert werden – ein Widerspruch. Dazu kommen Sanktionen der USA gegenüber dem Iran, die eine weitere Ausweitung der Ölförderung bremsen.

Steigt der Ölpreis weiter an, schlägt dies auch voll auf die Inflationsrate durch. Während sie in Deutschland im Juni noch bei etwa 2 Prozent lag, könnte sie im Juli schon deutlicher zulegen. Erstens gab es für ein halbes Jahr eine Reduktion der Mehrwertsteuer auf 16%, zweitens lässt sich schon aus der Baubranche erkennen, dass Lieferengpässe bei Rohstoffen kein kurzfristiges Phänomen sind.

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