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Harte Fakten: Ist Poker ein Glücks- oder ein Geschicklichkeitsspiel?

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Pokern ist ohne Frage eines der bekanntesten Kartenspiele der Welt. Bereits seit mehr als 100 Jahren spielen Menschen auf der ganzen Welt verschiedene Varianten des Pokers. Von Saloons im Wilden Westen bis in die Casinos von Las Vegas, Poker ist aus der Geschichte des Glücksspiels nicht mehr wegzudenken. Und spätestens seit dem Pokerboom Anfang der 2000er hat es das Spiel auch in die entlegensten Winkel der Erde geschafft.

Durch die Erfindung des Internetpokers können Spieler aus allen verschiedenen Kulturen heute gegeneinander antreten. Und das nicht nur bei No Limit Hold’em oder Five Card Draw, sondern auch bei einer Vielzahl von exotischeren Varianten. Und es muss auch nicht immer um echtes Geld gehen. Die besten Casinos bieten Poker auch im Gratismodus an, bei dem Spieler komplett ohne Risiko die Mechaniken des Spiels lernen können.

Doch egal, welche Variante oder um welche Einsätze gespielt wird, eine Frage wird immer wieder gestellt: Ist Poker ein Glücks- oder ein Geschicklichkeitsspiel? Werden die Gewinner nur durch pures Glück bestimmt, oder können gute Spieler das Glück wirklich kontrollieren und am Ende immer als Sieger vom Platz gehen? Dieser Frage gehen wir heute auf den Grund.

Fakt 1: Die besten Spieler gewinnen immer wieder

Der wohl eindeutigste Beweis dafür, dass Poker kein reines Glücksspiel ist, ist die folgende Tatsache: Eine Handvoll der besten Spieler der Welt gewinnt immer wieder – und dazu geradezu unglaubliche Summen. So haben die 10 erfolgreichsten Turnierspieler zum Zeitpunkt dieses Artikels zusammen mehr als 300 Millionen US-Dollar gewonnen. So viel Glück zu haben, sollte nicht möglich sein.

Genau wie jeder andere Pokerspieler, gehen auch diese Profis durch Pechsträhnen. Es kommt öfter vor, dass sie wochen- oder monatelang kein Geld beim Pokern verdienen. Auf lange Sicht machen sie aber garantiert Gewinn – solange sie besser bleiben als ihre Gegenspieler. Und solange sie die Hausgebühr der Casinos überwinden können.

Diese Gebühr ist nämlich stark mit dafür verantwortlich, dass viele Menschen den Glücksfaktor des Pokers überschätzen. Angenommen, ein Spieler nimmt jede Woche an einem Turnier teil, bei dem die Startgebühr 100 Euro beträgt. Zusätzlich muss er eine Gebühr von 10 Euro an das Casino zahlen. Nach einem Jahr steht er genau auf 0, hat also weder Gewinn noch Verlust gemacht.

Nun könnte man annehmen, dass dieser Spieler bei den Turnieren kein Geld gewonnen hat. Dies ist aber nicht wahr. Sein Gewinn ist die Gesamtsumme der Gebühren des Casinos, in diesem Fall 52 x 10 Euro. Er hat also mehr als 500 Euro von den anderen Spielern gewonnen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht.

Fakt 2: Die Gesetzgebung sieht Poker nur teilweise als Glücksspiel

Ein bisschen komplizierter ist der Fall bei der Gesetzgebung. Diese sieht Poker nämlich immer noch hauptsächlich als Glücksspiel – aber eben nicht komplett. So gibt auch die Gesetzgebung zu, dass beim Poker ein großes Strategieelement im Spiel ist, durch das sich kompetente Spieler einen entscheidenden Vorteil verschaffen können. Gleichzeitig sehen sie aber auch (völlig richtig), dass das Glück beim Pokern eine große Rolle spielt.  

Fakt 3: Der Skill-Faktor kann mathematisch bewiesen werden

Die Entstehung des Onlinepokers brachte einen großen Vorteil für unsere Diskussion mit sich. Durch die Tatsache, dass das Pokern im Internet viel schneller abläuft als im Casino, können Spieler innerhalb von kurzer Zeit eine enorme Menge an Händen spielen. An einem traditionellen Pokertisch mit 9 Spielern werden im Casino im Schnitt zwischen 20 und 30 Hände pro Stunde gespielt. Im Internet liegt diese Zahl bei mehr als 60 Händen.

Und nicht nur das, Online-Spieler können dazu auch mehrere Tische gleichzeitig spielen. Manche Spieler schaffen es so, mehr als 1.000 Hände pro Stunde zu bewältigen. Die Folge davon ist, dass sie es innerhalb von relativ kurzer Zeit schaffen, eine bedeutende Menge an Hände zu spielen, um die Effekte des Glücksfaktors zu analysieren.

So wissen erfahrene Spieler durch Auswerten ihrer eigenen Datenbank, dass sie nach „kleinen“ Mengen von Händen durchaus im Minus sein können, auch wenn sie nach eigenem Ermessen wesentlich besser spielen als ihre Gegenspieler. Als kleine Menge gelten hier jedoch tausende von Händen. In extremen Fällen wird sogar vermutet, dass ein guter Spieler selbst nach mehr als 50.000 Händen noch Verlust machen könnte, wenn ihm das Glück in dieser Zeit nicht treu war. Eine Sache ist jedoch sicher: Nach 1.000.000 Händen verzeichnet er einen Profit. Garantiert.

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